05.06.26 08:00 - Lesezeit

Platzt die Blase oder gibt es gar keine

Robert Karas

Chief Investment Officer, Partner

Ob es an der Börse in den nächsten Monaten nach oben oder nach unten geht, weiß niemand. An Meinungen mangelt es jedoch nie. Aktuell haben sowohl Bullen als auch Bären starke Argumente.

Die Bären warnen.

Der Marktwert der US-Börse ist auf einem Rekordhoch in Relation zur Wirtschaftsleistung. Berühmt wurde dieser Indikator durch den US-Investor Warren Buffett, der damit allen die Überbewertung der Börse Ende der 1990er-Jahre bewusst machte. Heute liegt der Wert sogar über dem damaligen Höchstpunkt der Aktienblase im Jahr 2000.

Noch mehr negative Statistiken gefällig? Der Aktienmarkt steigt nicht in seiner vollen Breite. Die Anzahl der Aktien mit neuen Höchstständen, wie auch neuen Tiefstständen, ist groß. Historisch ist das ein negatives Signal für die Börse. Zusätzlich war der wichtige S&P 500 Index der USA das letzte Mal im Jahr 1929 so weit über dem langfristigen Trend wie heute. Dass die Inflation – und mit ihr die Renditen der Anleihen – wieder angestiegen ist, macht auch wenig Freude.

Doch bevor Sie voreilig Verkaufsaufträge erfassen, warten Sie noch auf die positiven Argumente!

Die Bullen feiern.

Auch wenn – wie oben erwähnt – der Aktienwert über der Wirtschaftsleistung liegt, werden Bullen betonen, dass die Unternehmensgewinne ebenfalls auf einem Rekordwert in Relation zur Wirtschaft sind. Zudem erwarten Analysten für das kommende Jahr ein zweistelliges Gewinnwachstum. 

Das Top der Börse wird dann erreicht, wenn überschwänglicher Optimismus herrscht. Überspitzt formuliert sind dann alle investiert und es bleiben keine Käufer mehr übrig. Doch immer, wenn der US-Konsument in der Vergangenheit sehr negativ auf die eigene Wirtschaft blickte, lieferte der Aktienmarkt überraschend positive Ergebnisse ab. So war Anfang 2000 eine wahre Konsumenteneuphorie messbar. Heute ist das Verbrauchervertrauen hingegen auf einem Rekordtief – ein hervorragendes antizyklisches Kaufsignal. 

Die Entwicklungen rund um die Künstliche Intelligenz beflügeln die Fantasie und machen gleichzeitig Angst. Vielleicht erklärt sich dadurch die Spanne an Argumenten. 

Entscheidend ist, den Kopf zu behalten, wenn alle anderen ihn verlieren. Wer im Jahr 2000 ausschließlich auf Internet-Aktien setzte, erlitt einen permanenten Kapitalverlust. Wer sich nicht mitreißen ließ und über Themen und Sektoren diversifiziert war, hatte zwar im darauffolgenden Bärenmarkt auch keine schöne Zeit, erreichte danach jedoch wieder neue Höchststände im Depot.

Disclaimer: Dies ist eine Marketingmitteilung. Die Anlage in Finanzinstrumenten ist Marktrisiken unterworfen. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen. Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Bank Gutmann AG weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Unterlage ausschließlich für den persönlichen Gebrauch und nur zur Information dienen soll. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe ist ohne die Zustimmung der Bank Gutmann AG untersagt. Der Inhalt dieser Unterlage stellt nicht auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Anleger ab (gewünschter Ertrag, steuerliche Situation, Risikobereitschaft etc.), sondern ist genereller Natur. Diese Unterlage ist weder ein Angebot noch eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die erforderlichen Angaben zur Offenlegungspflicht gemäß § 25 Mediengesetz sind unter folgender Web-Adresse zu finden: https://www.gutmann.at/impressum

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