10.04.26 08:00 - Lesezeit

Verloren im Meer der Neuigkeiten

Robert Karas

Chief Investment Officer, Partner

Noch nie waren wir so gut über einen Krieg informiert. Und noch nie wussten wir so wenig. Im Korea-, Afghanistan- und Vietnamkrieg gab es eine überschaubare Zahl von anerkannten Medien, die uns über die aktuelle Lage berichteten. Heute beginnt die Diskussion bereits damit, sich darauf zu einigen, welche Nachrichtenquelle glaubwürdig ist. Misstrauen herrscht, und das nicht ohne Grund. 

In dieses Informationsbedürfnis ergießt sich nun ein wahres Meer an Neuigkeiten, Updates und „Breaking News“ über unterschiedlichste Plattformen. Wir können uns aussuchen, was wir hören und lesen wollen. Von „die USA haben noch nie so dominiert in einem Krieg" bis hin zu "der Iran hat alle Trümpfe in der Hand". 

Dass sich die jeweiligen Staatsmänner gorillaartig auf die Brust klopfen und in den sozialen Medien ihre teilweise erstaunlich sprunghaften Statements abgeben, macht die Sache nicht besser. 

Was wird erwartet?

Soll man aufgrund von erwarteten Entwicklungen eine große Veränderung der Vermögensaufteilung vornehmen? Und was genau wird überhaupt „erwartet“? Im Zweifelsfall dominiert die Angst unsere Erwartungen und verführt uns zu panikartigen Verkäufen im genau falschen Moment. 

Ich plädiere dafür, die Finanzmärkte als Hauptindikator zu beobachten. Denn sie kollabierten trotz der reißerischen Schlagzeilen bislang nicht. An warnenden Stimmen mangelt es nie. Ihre erhobenen Zeigefinger würden sich bei einer Verschärfung der Situation neigen und uns gegen die Brust stoßen mit einem vorwurfsvollen „ich habe es dir doch immer schon gesagt“. 

Was wird passieren?

Die Zukunft bleibt für uns alle ungewiss. In Europa wachten wir diese Woche zu einem Waffenstillstand auf, der die Aktienkurse nach oben katapultierte und den Ölpreis nach unten purzeln ließ. Wer in Panik zuvor Aktien verkaufte, fragt sich zurecht: „Was nun?“

Darauf gibt es von mir keine einfache Antwort. Zum schnellen Zukauf will ich nicht raten. Denn schon morgen kann eine Rakete oder gar ein Schnellboot in der Straße von Hormus den Frieden wieder brechen. Und was dann? Viel wichtiger ist, eine klare gut durchdachte Investmentstrategie zu verfolgen und an ihr festzuhalten. 

Und genau dafür stehen wir.

 

Disclaimer: Dies ist eine Marketingmitteilung. Die Anlage in Finanzinstrumenten ist Marktrisiken unterworfen. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen. Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Bank Gutmann AG weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Unterlage ausschließlich für den persönlichen Gebrauch und nur zur Information dienen soll. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe ist ohne die Zustimmung der Bank Gutmann AG untersagt. Der Inhalt dieser Unterlage stellt nicht auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Anleger ab (gewünschter Ertrag, steuerliche Situation, Risikobereitschaft etc.), sondern ist genereller Natur. Diese Unterlage ist weder ein Angebot noch eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die erforderlichen Angaben zur Offenlegungspflicht gemäß § 25 Mediengesetz sind unter folgender Web-Adresse zu finden: https://www.gutmann.at/impressum

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