09.10.26 08:00 - Lesezeit

Wankelmütige Währungen

Robert Karas

Chief Investment Officer, Partner

„Wenn Trump einen schwachen Dollar will, dann bekommt er ihn auch“, war im Jänner die vorherrschende Meinung zur Zukunft des Dollars. US-Präsident Donald Trump signalisierte damals, dass ihn ein schwacher Dollar gar nicht stören würde. Dazu kamen Zweifel über die Unabhängigkeit der US-Notenbank, wenn er „seinen Mann“ dort installiert.

Entsprechend schwach war der US-Dollar damals zum Euro. Und das muss so sein, denn zuerst bewegen sich die Kurse und dann werden die passenden Schlagzeilen geschrieben. 

Neun Monate später

Einiges ist in der Welt geschehen. Aber eines nicht, nämlich der Niedergang des US-Dollars. Heute wird eine andere Währung durch das Dorf getrieben: der Euro. 

War damals die USA nicht mehr zu retten, so ist heute Europa dem Niedergang geweiht. Verzeihen Sie meine Pathetik, aber die Finanzmärkte sind wahrlich manisch-depressiv – die goldene Mitte ist selten anzutreffen.

Ja, das Wirtschaftswachstum klafft auseinander, die Energiekosten belasten, Frankreich macht uns allen Schuldensorgen und irgendwo in Europa steht immer eine unheilvolle politische Wahl bevor (Viva España!). Und wiederum gilt: Zuerst sinkt der Euro (und steigt der Dollar), dann kommen die erklärenden Schlagzeilen.

Diversifikation macht Sinn

Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren und die Vorteile von Investitionen in unterschiedlichen Wirtschafts- und Währungsräumen zu sehen. Der kluge Investor erhöht die Auswahl an Top-Unternehmen und vermeidet die Abhängigkeit von einem einzelnen politischen System. Zusätzlich diversifiziert er sein Portfolio: Die Korrelation, also die Wechselbeziehung der einzelnen Aktien untereinander, ist geringer als bei Titeln eines einzigen Landes oder Wirtschaftsraumes. 

Interessanterweise ist die Umrechnung von Euro in US-Dollar zwar in vielen Jahren ein Thema, über die vergangenen 10 Jahre hat sich der Wechselkurs jedoch kaum verändert. Für Investitionsentscheidungen bleibt daher das Geschäftsmodell der Unternehmen der wichtigste Faktor. 
 

Disclaimer: Dies ist eine Marketingmitteilung. Die Anlage in Finanzinstrumenten ist Marktrisiken unterworfen. Die frühere Wertentwicklung lässt nicht auf zukünftige Renditen schließen. Prognosen sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Ergebnisse. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Bank Gutmann AG weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Unterlage ausschließlich für den persönlichen Gebrauch und nur zur Information dienen soll. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe ist ohne die Zustimmung der Bank Gutmann AG untersagt. Der Inhalt dieser Unterlage stellt nicht auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Anleger ab (gewünschter Ertrag, steuerliche Situation, Risikobereitschaft etc.), sondern ist genereller Natur. Diese Unterlage ist weder ein Angebot noch eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die erforderlichen Angaben zur Offenlegungspflicht gemäß § 25 Mediengesetz sind unter folgender Web-Adresse zu finden: https://www.gutmann.at/impressum

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